PM: Supercross Stuttgart & Chemnitz

DMV BRC 2-Takt Cup by Suzuki Reinecke

Zweitakt im Süden und im Osten

Beim Auftakt des ADAC SX Cups in der Hanns-Martin-Schleyer Halle in Stuttgart stand das DMV BRC 2-Takt Cup Team by Suzuki Reinecke mit den beiden einzigen Zweitaktmotorrädern des Cups am Freitagvormittag bereit für das die ersten Trainings.

Am ersten Veranstaltungstag besonders bei der ersten Supercrossveranstaltung des Jahres in Stuttgart steht vieles noch im Zeichen der Eingewöhnungsphase der Fahrer. Besonders in Stuttgart herrschen Bedingungen die kaum ein Fahrer trainieren kann, da der dortige Boden extrem viel Grip hat und somit eine „neue“ Belastung für Fahrer und Material darstellt.

Hiermit hatte besonders Jeffrey Meurs, Fahrer des Teams auf der Suzuki RM 250 AF-m am ersten Abend zu kämpfen. Schon in den nachmittäglichen Trainingseinheiten gab es Kupplungsprobleme die bis zum Abend nicht vollständig behoben werden konnten, immer wieder ließ der Druck nach, dies machte ein sauberes Fahren bei der harten internationalen Konkurrenz der SX-1 nahezu unmöglich. Zudem verdrehte er sich im Zeittraining noch den Fuß und ging so angeschlagen in die Läufe. Nach einem neunten Platz im Vorlauf endete leider das Abendprogramm den Niederländer Meurs.

Der Junge Belgier Nolan Cordens war in seiner „kleinen“ SX-2-Klasse ebenfalls der einzige 2-Takt Pilot und zugleich noch der Größte Pilot im Feld. Auch er litt am Freitag unter den Schwierigkeiten sich mit seiner 125er auf den speziellen Boden einzustellen und beendete seinen ersten Qualifikationslauf am Nachmittag ebenfalls als Neuntplatzierter. Somit war er leider nicht für das Abendprogramm vor dem Stuttgarter Publikum qualifiziert.

Über Nacht wurden an der 250er Suzuki von Meurs Bauteile in der Kupplung ausgetauscht, sodass es am zweiten Tag der Veranstaltung dort keine Probleme mehr geben sollte. Meurs: „Bei keinem Rennen oder Training wo ich das Motorrad bisher getestet habe sind solche Probleme aufgetreten, der Boden hier ist natürlich durch seinen Grip sehr speziell. Zudem hat die Strecke nur eine Linkskurve, typischerweise kann man diese gerade mit dem Zweitakter besser fahren.“ Der Niederländer fuhr im Vorlauf auf den 5. Platz und qualifizierte sich somit direkt fürs Halbfinale, dort reiche es für den 9 Platz.

In der SX-2 Klasse war bei Cordens eine sichtbare Steigerung zum Vortag da. Er konnte neue Sprungkombinationen springen und das Fahren sah deutlich sicherer aus als noch am Freitag. In der SX-2 Klasse qualifizieren sich aus den drei Trainingsgruppen jeweils nur die ersten zwei Fahrer. Die insgesamt zwölf Fahrer für das Abendprogramm kommen dann zusammen indem noch zwei „Last-Chance Rennen“ gefahren werden. Hier kommen aus zwei rennen jeweils die Piloten auf den Plätzen eins bis drei in das Finale am Abend. Für nicht so erfahrene Piloten unter den „jungen wilden“ ist so manches Mal also die Chance höher sich über die Last-Chance Rennen zu qualifizieren. Hier wurde Nolan Cordens in seiner ersten Saison im Deutschen ADAC SX-Cup jeweils neunter in den Last-Chance Rennen.

Bei Rennen Nummer zwei in Chemnitz sahen die Bedingungen zunächst komplett anders aus als noch in Stuttgart. Der Boden war sehr weich, sodass sich sehr viele und zum Teil gefährliche Rillen bildeten. Nachdem sich die Fahrer des DMV BRC 2-Takt Cup Teams by Suzuki Reinecke mit den Gegebenheiten angefreundet haben konnte man in Chemnitz schon bessere Ergebnisse einfahren. Am Freitag musste Jeffrey Meurs nach einem Sturz im stark besetzen Vorlauf noch in den ersten Hoffnungslauf und verpasste das Halbfinale nur knapp. Auch dieser Lauf war wieder absolut stark besetzt, mit Sullivan Jaulin aus Frankreich kam der amtierende Meister der SX2 Klasse sowie die amerikanische Supercross-Legende Mike Brown ins Halbfinale. Dahinter folgte mit Steven Clarke ein Profi aus England vor Jeffrey Meurs.

Wie bereits beschrieben setzte man in der SX-2 Klase die Hoffnungen jeweils auf die Last-Chance Rennen wo Nolan Cordens die größere Chance haben sollte sich zu qualifizieren. Wie erwartet kam er auf dem Chemnitzer Boden deutlich besser zurecht und beendete diese Läufe an beiden Veranstaltungstagen auf dem fünften Platz und ließ noch sechs weitere Fahrer hinter sich, darunter auch deutlich erfahrene Piloten.

Der Zweite Abend in der Chemnitz-Arena verlief für Jeffrey Meurs in der international stark besetzten SX-1 Königsklasse ähnlich wie am Vorabend. Zwar dieses Mal ohne Sturz musste er als achtplatzierter aus dem Vorlauf trotzdem in den Hoffnungslauf und unterlag auch dort wieder einigen Profis aus den USA und aus Frankreich.

Insgesamt kann man also ein wechselhaftes Fazit für die ersten beiden Rennen ziehen und muss abwarten wie die Rennen kurz vor Weihnachten in München verlaufen. Dort werden in beiden Klassen etwas andere Qualifikationssysteme angewandt und auch die Bodenverhältnisse wechseln zu eher hartem und rutschigen Boden, wie man es sonst eher vom Motocross gewohnt ist.

Das Team möchte sich auch an dieser Stelle nochmals bei allen Sponsoren bedanken die zum Teil vor Ort noch wichtige Ersatzteile liefern konnten und es überhaupt erst ermöglichen mit dem 2-Takt-Team am Supercross teilzunehmen. Man freut sich auch sehr über die viele positive Resonanz von Fans die oftmals über Facebook ausgedrückt wird!

 

 

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