WMX Frankenbach – Interview mit Uli Reinecke

Interview mit Uli Reinecke, dem Verantwortlichen für die Fahrer-Verpflichtung des Winter-Cross
Q: Wann fangen Sie mit der Zusammenstellung des Fahrerfelds an? Das heißt, zu welchem Zeitpunkt beginnen Sie, die Fahrer anzusprechen?
A: Die ersten Teams sprechen wir, das sind mein Clubkollege Jürgen Kaiser und ich, beim Supercross in Stuttgart, also Mitte November an.Q: Sie sprechen nur mit den Teams?
A: Zuerst versuche ich ganze Teams zu verpflichten. Wenn das nicht gelingt, spreche ich die Fahrer individuell an.Q: Wonach wählen Sie die Fahrer aus?
A: Der internationale Tourplan der Motocross-Szene macht es uns inzwischen leider nahezu unmöglich die ganz großen Stars für das Winter-Motocross zu verpflichten. Dieses Jahr fanden mit Katar und Thailand bereits zwei WM-Läufe vor unserem Rennen statt. Diese WM-Fahrer sind für unser Rennen nicht mehr greifbar.

Q: Konnten Sie dennoch namhafte Piloten verpflichten?
A: Ja klar, weil der WM-Einstieg mittlerweile sehr kompliziert ist, gibt es viele gute Fahrer auf dem Markt, die für uns in Frage kommen. Wir haben für das Winter-Cross am kommenden Sonntag den MX3-Weltmeister von 2012, Matthias Walkner engagiert, den MX-Masters-Sieger Dennis Ullrich, Boris Maillard, Filip Neugebauer und Dominique Thury von der Kawasaki-Pfeil-Truppe. Es können bestimmt zehn Fahrer gewinnen, so dicht liegt das Leistungsniveau beisammen.

Uli Reinecke ist lange vor dem Winter-Motocross auf
der Jagd nach den Stars der Szene

Q: Und mit jedem einzelnen Starter der drei Klassen muss verhandelt werden?
A: Nein, die MX2- und die 85er-Klasse füllt sich von alleine. Da herrscht Andrang ohne Ende. Ich kümmere mich nur um die MX Open. Und selbst dort meldet die Hälfte des Starterfelds ohne unser Zutun.

Q: Und wie entscheidend sind die Start- und Preisgelder?
A: Klar, die Frage nach dem Startgeld kommt als erste. Aber nicht bei allen. Zu vielen Fahrern oder Teams haben wir im Lauf der Jahre ein sehr partnerschaftliches Verhältnis. Wir können uns auf sie verlassen und sie auf uns.

Q: Welche Meinung kursiert bei den Piloten über das Winter-Cross?
A: Viele wundern sich, wie man auf so einem kleinen Platz, eine Strecke unterbringen kann. Manche finden die Piste zu eng. Auf der anderen Seite schätzen uns alle Piloten als sehr professionelle Veranstalter. Die spüren, dass wir das Winter-Cross mit Herzblut organisieren.

Q: Sie sind als Besitzer des Team Suzuki Reinecke zum einen nah an der Szene dran, zum anderen sind Sie aber auch Konkurrent der Teams, die Sie verpflichten. Besteht da nicht ein Interessenkonflikt?
A: Eigentlich schon. Insofern bin ich eigentlich der ungeeignetste Mensch für diesen Job. (lacht) Doch die Kollegen wissen das eine vom anderen zu trennen. Und letztlich haben wir jedes Jahr ein attraktives Starterfeld in Frankenbach. Und das ist es, was zählt.

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